Danke Bowie - Cover von "Ziggy Stardust"

Ich hab noch nicht “Danke” gesagt

Gerade eben hat der Postmann geklingelt und brachte ein kleines Geschenk für mich, eine Platte: David Bowies „The Rise and Fall of Ziggy Stardust“. Ich bin so berührt und traurig. Nun ist Bowie, dieser große Held, schon fast ein Jahr irgendwo dort oben im Kosmos. Sternenstaub. Sein Tod hat mich, uns alle, Anfang vergangenen Jahres so hart getroffen. Einige Tage zuvor hatte er uns das schönste Abschiedsgeschenk gemacht, sein letztes Album „Black Star“ – ein Meisterwerk und mit seiner treibenden, warmen, ja pulsierenden Dynamik definitiv das Album des Jahres 2016. Danke Bowie – für Alles!

Viele grandiose Musiker haben im vergangenen Jahr die große Bühne verlassen, Leonard Cohen, Goerge Michael, Prince. Prince, viel zu früh, weil so unerwartet. Künstlerisch unvollendet. Ich kann mich an all die Reaktionen von diversen Künstlern und Musikern im Netz erinnern: „Bitte nicht noch jemand in diesem Jahr!“ Eine erschütterte Welt.

Prince im Videoclip zu "Purple Rain"

Ihr Leben haben viel zu viele Menschen im letzten Jahr geben müssen. Denken wir an die unzähligen Terroranschläge in der Welt: Türkei, Nizza, Ansbach oder Ende des Jahres hier bei uns in Berlin auf dem Weihnachtsmarkt. Wie Freunde und Kollegen oder ich selbst nur haarscharf am Unglück vorbei geschrammt sind.

Für mich persönlich zeichnete sich jedoch bereits Ende 2015 ab, dass 2016 ein Spitzenjahr für mich werden würde. Nachdem ich zwei Jahre für eine kleine Lufthansa-Tochter kontinental geflogen bin, kündigte ich dort zum Jahresende, um bei der Konzernmutter zu starten. Ich wollte endlich, dass die Fliegerei so richtig Spaß macht und auf Langstrecke gehen – die Welt kennen lernen. Schon im Flugbegleiterlehrgang mit der unschlagbaren Kursnummer 007, habe ich wundervolle Freundinnen und Kolleginnen gefunden. Ja wir sind nur Girls – die Bondgirls. Ich habe wunderbare Ziele besucht im vergangenen Jahr. Sao Paulo, Rio, Hongkong, Shanghai, Kapstadt, um nur einige zu nennen.

glücklich und erschöpft an unserem Hochzeitstag in New York City (Foto: Laika Alfonsdottir)

In New York City habe ich im September den wundervollsten Menschen überhaupt geheiratet und dort eine herrliche Zeit verbracht. Wir sind in eine 100 qm Wohnung gezogen, haben es uns heimelich gemacht und sind hier glücklich. Mit einem der besten Freunde habe ich im November einen kleinen Roadtrip im sonnigen Kalifornien gemacht – von San Francisco nach bis Los Angeles die atemraubend schöne Küste entlang. Der krönende Abschluss war ein großartiges Roisin Murphy Konzert im El Rey Theatre in L.A.

Ein herrlicher Sonnenuntergang in Santa Cruz, Kalifornien (Foto: Sandra Duvander)

Konzerte gab einige wunderbare in 2016. Mit einem Freund aus München war ich im April bei Muse in London in einer riesigen Arena und über 60.000 singenden Fans. Die Show einfach der Wahnsinn. Fliegende Drohnen und eine 360 Grad Bühne mit 3D Effekt. The Cure habe ich seit 10 Jahren das erste Mal wieder live gesehen. Nicht zu vergessen der Abschied von meiner Lieblingsband Kent und meine beiden Konzertbesuche in Malmö und Stockholm bei ihrer Abschiedsturnee „Den sista sangen“

Sei es Zufall oder Schicksal. Hätte ich nicht im April eine zu volle S-Bahn in Berlin Gesundbrunnen ausgelassen und auf die nächste gewartet, hätte mich meine liebe Freundin und Kommilitonin nicht dort draußen am Bahnsteig stehen sehen. Sie stürzte unglaubwürdig auf mich zu und wir konnten uns nachdem wir uns zehn Jahre aus den Augen verloren hatten wieder in die Arme schließen und hoffen nun auch in diesem Jahr auf viele herrliche, wunderbare, gemeinsame Erlebnisse.

Danke 2016! Ich hoffe 2017 wird für mich so glücklich und erfolgreich wie das letzte Jahr! Prosit!

Ein frohes neues Jahr euch allen! (Foto: Sandra Duvander)

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Über Mittsommernnachtsspitzen

Melancholische und sehnsuchtsvolle Indiepop-Klänge aus Mittsommer- und anderen Landen stehen im Fokus dieses Blogs. Sandra Duvander schreibt für Euch.