Die neue Scheibe von Interpol: "El Pintor"

Anfang der 2000er Jahre schossen gitarrenlastige Neo Post-Punk Bands in New York City wie Pilze aus dem Boden. Eine der erfolgreichsten und charismatischsten unter ihnen ist Interpol. Ihr eigenwilliger Sound erinnerte nur anfänglich an die nordenglische New Wave Formation Joy Divison, ist in der gut fünfzehnjährigen Schaffenszeit jedoch zu etwas unverwechselbar Coolem avanciert. Das neue, fünfte Studioalbum „El Pintor”, ein Anagramm zu Interpol, hört sich an, wie am Polarkreis aufgenommen, malt eisige und zugleich feurige Landschaften. Paul Banks Stimme klirrt frostig, als hätte ihn seine Muse, die Schneekönigin, jüngst geküsst – einen Dolch aus Eis ins Herz gerammt.

„El Pintor“ auf den MP3-Player gepackt, laufe ich beim ersten Hören des Albums durch die polnische Ostseestadt Danzig. Über den treibenden, süchtig machenden Eröffnungstrack „All The Rage Back Home“ habe ich mich neulich schon ausgiebig ausgelassen, daher starte gleich mit Track 2: „My Desire“. Dieser beginnt mit einer scharfen, bohrenden Gitarre, die sich in die Gehörgänge fräst. Sie erinnert mich unweigerlich an eine orientalische, üppige Tänzerin, die im Takt geschmeidig ihre Hüften bewegt, Begierden weckt. „In my desire, I‘m a frustrated man…“, singt Paul Banks jammerig, meckert vertraut, wie eine Bergziege, die es nicht schafft auf den nächsten Fels zu springen. „Gott, kann ich ihn erlösen!“, denke ich. Der blubbernde Bass rollt, wie die kleinen Wellen, den Fluss hinab, bringt mich vorbei an alten, zerfallenen Speichern und Fabriken, in Fließrichtung gen Meer. Die Stadt lichtet sich. Im Refrain kämpft Banks Gesang gegen scharfen, eisig schneidenden Wind an, bald erschöpft, als würde er, wie einst Roald Amundsen, auf dem Weg zum Südpol sein.

Danzig/ Gdansk Polen (Foto: Kevlarseele/Instagram)

Der nächste Track „Anywhere“ geht so richtig ab. Daniel Kesslers Gitarre überrascht uns mit einer erstaunlich frischen Hookline, führt uns in eine poppige Strophe, die zum Tanzen einlädt. Der Refrain ist jedoch nichts für Zartbesaitete. Hier entblösst sich unbeherrscht die widersprüchliche Gier nach Freiheit und Besitz. „The Ocean, I could go anywhere, I could go anywhere, so free, it‘s my nature to want, I could go anywhere…“ Sam Fogarinos straff gespieltes Schlagzeug peitscht einen fast brutal durch den Rest des Liedes, fordernd, aber auf ästhetischste Weise, mit ganz wundervollen Wirbeln. Schon hier verlangt das Album nach der Geschwindigkeit und Anonymität einer Metropole und ich wünschte, ich würde die Madison Avenue entlang laufen. Schnell, im Takt dieser bis ins Mark erschütternden Snaredrum, will ich mich beeindrucken lassen. Die gleiche Stadt, eine neue Geschichte.

„Same Town, New Story“ hätte auch gut als Opener des Albums funktioniert, nimmt uns sofort mit auf eine imaginäre Reise. Als Start für eines der kommenden Interpol-Konzerte sollte es aber seinen Platz ganz vorn finden. Alle einzelnen Signale sind klar und für sich wahrzunehmen. Banks prägnanter Gesang, die einzelne, blinkende E-Gitarre, der pochende Bass, der mich warm umschließt, das schwere Schlagzeug. Ein Geschenk für den Regelschieber am Mischpult. Interpols Texte konnte ich nie in ihrer Gesamtheit begreifen. Doch mag ich es, wenn Banks Geschichten über Männer und Frauen erzählt und die Abgründe, in die sie sich begeben. „How many bones were lost? he just had to play his hand, what is a womans duty? she was always tougher than… she said: Who‘s gonna save that from you? who‘s gonna save that from you?“, ruft Banks klagend. Schon läuft ein eiskalter Schauer über meinen Rücken. Während des innehaltenden C-Teils haben “El Pintor” und ich unsere erste erotische Begegnung. Er pulsiert warm und klar, schärft das Bewusstsein in einem Moment der Innigkeit für das, was man will….“and then she’ll sulk slowly…”

„My Blue Supreme“ ist ja wohl der genialste Song den Interpol jemals geschrieben haben, meiner Meinung nach ihr Meisterstück. Er ist knackig mit knapp drei Minuten, folgt keiner klassischen Songstruktur. Die Stimmungen wechseln rasch. Oft sind es Fragmente, die etwas in mir berühren, eine Brücke ins eigene Leben schlagen. Hier ist es in der Tat die Brigde, die mir kleine Nadeln ins Herz sticht: „When love comes, honey, take it, only one in a hundred make it, we fake until there‘s nothing to fake… When love comes, honey, show it, so many of us growling, this kind of shit don‘t heal in a week…“ Wie heilsam wirkt da der Refrain, der so breit wie das blaue Himmelszelt über allem steht, hineinstrahlt ins Herz, trotz all der melodischen Melancholie. Wird Paul Banks heller Kopfstimmengesang in der Strophe noch durch die zischende Hi-Hat zerhackt, reißt sein eindringlicher Gesang den Refrain gewaltsam auf, wird unterstützt durch den Chor der Boys in Anzügen: „Cruising in my blue supreme, cruising in my blue supreme, is someone there I‘m dying to be, nothing ever comes for free, cruising in my blue supreme…“ Ja! Man kann sich ruhig eine Weile baden in diesen romantisch traurigen Gitarrensphären.

Folgen einem strikten Dresscode: Interpol v.l. Daniel Kessler, Sam Fogarino und Paul Banks.

Dann kommt die Diskopop-Nummer schlechthin, ich will tanzen! Mein Herz freut sich. Oh ja! „Everything Is Wrong“? – nicht an diesem Track. Dieser groovige Basslauf ist einfach Wahnsinn, versetzt den Körper in magische Schwingung. Wer greift jetzt eigentlich für Carlos D. in die dicken vier Seiten? Ich vermisse ihn zumindest bei diesem Floorfiller kein bisschen. Und erst diese schimmernde Gitarre. Sie glitzert als würden kleine Eiskristalle den Sonnenstrahl reflektieren. Brilliant, und sexy. Das darf man nicht unterschlagen. Diesen Refrain kann man bis zur Ekstase hören: „Everything is wrong, wrong, everything is wrong, all we have is time, but my heart is going wrong…“

„Breaker 1“ ist das geheimnisvollste Stück des Albums. Es wirkt meditativ, fast beschwörerisch. „Come back, come back, I‘m the warning, come back, come back, breaker one“ – wie psychedelisch. Grandioserweise gibt es sogar einen Hauch Shoegaze auf „El Pintor“. „Ancient Ways“ hat genau mein Tempo. Das schnelle Raveschlagzeug erinnert an Nummern von Ride, Kitchens Of Distiction und Curve. Da schlägt auch mein Herz gleich wieder so, wie es soll: Schneller, stolpert, bekommt Rhythmusstörungen. Die schrammeligen, lauten Gitarren imponieren mir. Hier hört man ganz deutlich, dass Alan Moulder gezaubert hat. Die Richtung, die Interpol hier einschlagen, gefällt mir ausgesprochen gut. „Uuuuhuuuh, fuck the ancient ways!“

Jeder Song eine absolute Granate, spricht ausgerechnet der letzte Track des Albums „Twice As Hard“ mich so gar nicht an und ist, nun ja, hart zu nehmen. Er hat eine Schwere und Dramatik, die mich nicht berührt, wirkt viel zu getragen und aufgeblasen. Er fängt sogar nach zwei Minuten, extrem an zu nerven. Es ist nicht so, dass ich ihm keine Chance gegeben habe. Ich muss sogar feststellen – es waren zu viele. Das malerische „Tidal Wave“ wäre ein gelungener Abschluss gewesen. Es bringt endlich die langersehnte Erschöpfung. Man sitzt am Meeresrand, schaut auf den Horizont, beobachtet, wie die Gischt des Meeres näher und näher kommt, die steigende Flut uns überschwemmt, mitreißt in die Unendlichkeit. Aber es hindert mich ja nichts daran, an dieser Stelle auf Stop zu drücken – außer mein Rausch.

Schauen: Interpol sprechen über die Entstehung von “El Pintor”

Fazit: Interpols Musik hat von je her eine hohe erotische Ausstrahlung auf mich gehabt. Auch wenn die Songs wenig Sanftes, Zärtliches, nichts Weibliches besitzen, konnte und kann ich meinen Reiz in all dem Testosteronüberschuss finden. „El Pintor“ besitzt ein sexuelles Feuer, dessen Strahlkraft an Unbeschreiblichkeit grenzt und mir restlos den Kopf verdreht, mich in den erwarteten Langzeitrausch versetzt. Diese fantasievollen, üppigen Gitarrenklänge, gepaart mit einer hohen Dynamik – sei es Banks Gesang oder die unerschöpflich gespielten Drums – wirken wie ein Kraftspender in Zeiten des Umbruchs, wecken Bewegungsbereitschaft und sei es nur „for a night out“, um so richtig einen drauf zu machen. Die Bassläufe sind, trotz des Ausstiegs von Carlos D., energetisch und homogen – wärmen von innen. Es brodelt Lava unter all dem Eis. Ehrlich gesagt, ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass „El Pintor“ wirklich so gut ist. Kann sein, dass Interpol hier sogar ihren Zenit erreichen. Ich spüre es fast. Genialer kann ein Album nicht sein. Dank sei auch Alan Moulder, meinem Lieblingsklangkünstler und Ehemann von Toni Halliday (Curve), der all den Tracks einen so herrlich unwirklichen Sound verleiht. Ich kann mich nur noch restlos auf das Konzert am 4. Februar in Berlin freuen. Bald, bald!

Schauen: Interpol – Anywhere ( live at Glastenbury 2014)

“El Pintor” erschien am 5. September 2014 auf dem Label Soft Limit. Aufgenommen wurden die Songs in den Electric Lady Studios sowie im Atomic Sound in NYC. Geschrieben und produziert wurde das Album von Interpol. Gemixt hat Alan Moulder.

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Letztens sah ich im TV mal wieder den Jack Wolfskin Werbespot. Schon länger störe ich mich daran, dass dort nicht mehr das Original des Songs „Devil In The Details“ von The Walkabouts läuft, sondern eine Coverversion. Was ist geschehen? Haben The Walkabouts die Rechte an dem Song an Jack Wolfskin abgetreten? Ein fehlender Musikquellenverweis im Spot lässt zumindest darauf schließen.

Meine Recherche im Internet führte mich nicht zu den neuen Interpreten von „Devil In The Details“, doch zu dem zauberhaften Duett zweier begnadeter Sänger: „Travelling Light“. Die reifen, sinnlichen Stimmen der Walkabouts-Sängerin Carla Torgerson und des Tindersticks-Frontmann Stuart A. Staples können hier nicht schöner harmonieren.

Länger schon wollte ich mich mit Tindersticks auseinander setzen. Wenn immer ich sie irgendwo höre oder gar live sehe, bereue ich es sie nicht besser zu kennen. Diese Musik und diese Stimme muss man einfach aufsaugen. Die Single „Travelling Light“ erschien auf Tindersticks zweitem, selbstbetitelten Album von 1995.

Schauen:


Tindersticks – Travelling Light von lukassette

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Sahara Hotnights heizen dem Sommer ein mit ihrem aktuellen selbstbetiteltem Album

Heute klingen sie etwas braver als auf “C’mon Let’s Pretend” zu Beginn ihrer Karriere vor 12 Jahren, doch im Stewardessenkostüm sind sie der Wolf im Schafspelz – Sahara Hotnights. Die vier Schwedenbräute haben die Gitarren schon im Sandkasten rauchen lassen, waren sie doch zwischen neun und zehn Jahre als, als sie die Band 1992 im kleinen Robertsfors bei Umeå gründeten. Ohne Zickerei ging es all die Jahre wohl kaum. Die Mädels müssen dicke Freunde sein, vielleicht sind sie die langlebigste Frauenband aller Zeiten.

Wenn ihr in diesem verregneten Sommer doch noch ein paar heiße Nächte verbringen wollt, greift zu. Anfang Juni erschien in Schweden ihr sechstes selbstbetiteltes Studioalbum, dass ihr bei Bengans oder iTunes erwerben könnt. Auch gibt es ein neues Video zur Single “Vulture Feet” .

Schauen: Sahara Hotnights “Vulture Feet”

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Einladend, das Cover von The Horrors "Skying"

Nachdem ich The Horrors eingängige Single “Still Life” vor ein paar Wochen erstmalig bei MotorFM gehört hatte, konnte ich es gar nicht abwarten endlich ihr neues, drittes Album “Skying” in den Händen zu halten. Trotz Krankschreibung bin ich am Freitag erst mal in den Saturn geschwankt um meine Kopie zu holen. Die hatten die Scheibe jedoch noch nicht geliefert bekommen, oder die “freundlichen” Mitarbeiter waren zu faul zum auspacken. Im Mediamarkt stand das gute Stück dann schon im Regal und hat auf mich und seine Hörer gewartet.

Das Cover von “Skying” bietet uns einen exzellenten Blick auf Himmel und Meer und erinnert mit seinen psychedelischen Regenbogenfarben an alte Shoegazealben von Ride oder The Telescopes. Es lädt zum Träumen ein. Auch machen die Fotos der fünf Jungs aus Southend einen natürlicheren Eindruck als auf früheren Werken, wo sie sich im typischen, horrorhaften Style von “The”-Bands präsentierten – Hauptsache Skinny Jeans und gut toupierte Haare.

Der Opener “Changing The Rain” bestätigt zum Glück den optischen Eindruck des Booklets -  Rückwärtsgitarrenwände à la My Bloody Valentine,  groovige Drums mit viel Raum und ein vertäumter, wenn auch nicht sonderlich charismatischer Gesang von Frontmann Faris Badwan katapultieren uns ein Stück weit nach oben. Dann ist er da, der erste gelungene Moment des Albums: “You Said” – Synthesizerteppiche, viel PlingPling und Bläsersätze. Alles dreht sich im Kopp – aber so schön.

Doch die Jungs können auch stampfenden Britpop wie ihre großen Vorväter aus den Neunzigern, wie sie gleich in ihrem dritten Stück “I Can See Trough You” unter Beweis stellen. Das klingt nicht unbedingt wie ein Abklatsch von Pulp – nur wenn man es unbedingt möchte. Dafür drängt sich einem im vorletzten Stücks “Monica Gems” der Vergleich zu Suede mehr als auf. Brett Anderson wird sich geschmeichelt fühlen – ich als Suede-Fan weniger.

The Horrors gemütlich - darf man sich dazu legen?

Eine potentielle zweite Single stellt “Endless Blue” dar. Wirklich wundervoller, eigenwilliger Dreampop, der mich im Himmel von The Horrors ankommen lässt, vor allem wenn diese rockige Gitarre nach zwei Minuten untrafeinem Intro loslegt – genial. “Dive In” ist ein Stück in das man wirklich gerne eintaucht. Sein Rhythmus ist fast ekstatisch und die einzelnen Elemente des Songs bauen sich nach und nach zu einer riesigen flukturierenden Säule auf, in der man mittendrin ist, wie im Auge eines Hurricans.

“Dive In” und das darauffolgende Stück “Still Life” bilden für mich den Höhepunkt des Albums von The Horrors. Eine bessere Single als “Still Life”, in der sie ihre gesamte musikalische Reife und den Mut zu großem, erwachsenen Rock zeigen, hätten sie nicht wählen können. Beim ersten Hören dachte ich es sei ein mir nicht bekannter Klassiker von Tears For Fears – so erhaben klingt das Stück. Dieser Track hat Zeit und macht süchtig – “…the moment that you want is coming if you give it time…”

Immer wieder, jedoch nicht überraschend, tauchen Elemente aus dem Postpunk auf. The Horrors feiern das Post-Punk Revival nahezu und die Feier gelingt Ihnen gut. Die Einladung auf diese himmlische Party kann man gar nicht ausschlagen. Wild geht es zu, sind die Jungs in den Mittzwanzigern doch einfach zu jung sich auszuruhen. Zum Balladen schreiben bleibt ihnen noch genug Zeit, so legen sie gen Ende von “Skying” einen Zahn zu – “Moving Further Away”.

“Oceans Burning” - das klingt fett, soll es sicher auch. Dieses fast achtminütige Epos ist das Finale von “Skying” und beginnt als besinnlicher Song, der sich im Sythesizer-Gesäusel verliert und uns scheinbar den Wind aus den Segeln nimmt. Doch The Horrors lassen uns nicht einfach in einer Flaute auf dem himmlischen Ozean zurück. Nein, wenn dann soll der Hörer auch ordentlich an Höhe verlieren. Wer bisher nicht wusste, wie freier Fall klingt, sollte sich die letzten zwei Minuten einfach ausgestreckt auf den Boden legen und fühlen. “…on a lonely ship we are waking like an ocean which is sighing oh…”

Fazit: The Horrors “Skying” ist Ohrenglitzern pur und bringt uns an einen Ort fernab der Realität. Alles passt wirklich gut zusammen. Nur der Bandname ist irgendwie nicht mehr so ganz treffend. Ich hoffe die Jungs werden das bald bemerken. Das Album erschien am 8.Juli auf XL Recordings.

THE HORRORS – Still Life (2011) from cosset galeria on Vimeo.

Lauschen: The Horrors – Still Life

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Ali, Bethany und Bobb von Best Coast

Eigentlich sind meine Fühler eher in Richtung Skandinavischer Pop und Dreampop ausgestreckt, daher habe ich ich mich gefreut als ein Freund von mir dieses Video “Crazy For You” von Best Coast an meine Pinnwand postete. Indie-Rock made in California – klingt das weniger melancholisch? Irgendwie schon, doch herzzerreißend allemal. Der Song “Crazy For You” von Best Coast hat mir mit seinen simplen Strukturen sofort gefallen und die Türen meines Herzens weit geöffnet. Mehr als nett ist dieser Indie-Rock, Lo-Fi Surf-Pop der L.A. Band um Bethany Cosentino. Die “tierliebe” Frontfrau schreibt alle Songs und singt – klar. Mit dabei sind der Multiinstrumentalist Bobb Bruno – der Macher. Die symphatisch, beleibte Ali Koehler lässt sich am Schlagzeug aus – ganz souverän. Doch einer darf nicht fehlen – Snacks the cat, das Schmusetier von Bethany. (Seine Kumpels haben übrigens das Video produziert)

Newcomer sind die drei mit Katze nicht. Seit zwei jahren treibt die Band ihr Unwesen an der besten Küste der Welt (finden sie sicher selbst). Ihr Debutalbum “Crazy For You” erschien im letzten Juli auf Wichita Records. Also durchaus noch eine Entdeckung für diesen Sommer.

Lauschen:
mp3:Best Coast-Boyfriend

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Figurines

Ob die Figurines wohl auch grad im Urlaub sind? - Ihre neue Platte klingt so

Morgen wird das neue selbstbetitelte Album der Dänen Figurines auch bei uns in den Stores sein – ein sommerliches Werk für Sommerfrischler. Also ein guter Zeitpunkt für eine VÖ, kann man die Scheibe doch gleich auf der Autobahn gen Süden oder auch gen Norden hören. Ich bin ganz angetan von der heiteren Atmosphäre, die auf ihrem jüngsten Werk zu Tage tritt. Strahlender Sonnenschein, hin und wieder ein Wölkchen und immer diese gute Laune!

Auf dieses hübsche Video hat mich Figurines Plattenfirma Cargo Records grad gestoßen – irgendwie Heimat.

Dieser Song von neuen Album ist wirklich besonders hübsch “New Colors”

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Über Mittsommernnachtsspitzen

Melancholische und sehnsuchtsvolle Indiepop-Klänge aus Mittsommer- und anderen Landen stehen im Fokus dieses Blogs. Sandra Duvander schreibt für Euch.