Ahoi! Mit Soda Fountain Rag geht es durch den Hamburger Hafen

Samstag Abend stechen die Jungs von Hit The North wieder in See. Nun zumindest fährt die MS Hedi die Elbe hoch und wieder runter und es darf geschunkelt werden. Ihr könnt euch auf eine feine Bootstour mit tollen Leuten und schönen Indiesongs freuen, zu denen ihr schon immer mal tanzen wolltet. Streifenpullies und die Marinekleidchen können für das passende Outfit also schon vorbereitet werden. Live an Bord ist die norwegische Lo-Fi-Indiepop-Band Soda Fountain Rag. Die kurzen, knackigen Songs werden von Ragnhild am Stehschlagzeug gesungen. Skandinavisch aufgelegt wird danach von den Hamburger Indie- und Tweepop-DJs. Abgelegt wird um 17.30 Uhr an den Landungsbrücken 10. Ahoi!

Einen ausführlichen Bericht über die Bootsfahrt gibt es am Sonntag.

Lauschen: Soda Fountain Rag – I Watch The Boats

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Tags: , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

nicht gerade bescheiden, die Titelwahl für die neue Compilation

“Stockholm Belongs To Us” – diese Aussage hat so gar nichts mit dem üblichen schwedischen Understatement zu tun. Aber Labrador Records muss in Anbetracht der Großartigkeit der Musik auf dieser Compilation auch gar nicht bescheiden sein, sondern darf ruhig klotzen. 22 Tracks aus den letzten vier Jahren finden sich auf “Stockholm Belongs To Us”. Dabei steuern die Labrador-Labelgenossen The Radio Dept. Sambassadeur, The Mary Onettes, die Bands von Johan Angergard (The Legends, Pallers, Acid House Kings & Club 8), der jüngste Zugang Küken Amanda Mair u.v.a. ihre Songs bei. Was kostet euch das Ganze? – Nur ein paar Klicks!!! Labrador verschenkt die gesamte Compilation als Free Download auf ihrer Webseite. Juhu! Labrador gehört uns!

Hier die komplette Tracklist:

01 The Radio Dept “Heaven’s On Fire”
02 Sambassadeur “Subtle Changes”
03 Pallers “The Kiss”
04 Club 8 “Dancing with the mentally ill”
05 Det Vackra Livet “Viljan”
06 Acid House Kings “Would you say stop?”
07 The Legends “Something strange will happen”
08 The Mary Onettes “Puzzles”
09 Pelle Carlberg “1983 (Pelle & Sebastian)”
10 The Radio Dept. “Never Follow Suit”
11 Club 8 “Western Hospitality”
12 Suburban Kids with Biblical Names “1999″
13 Acid House Kings “Are We Lovers Or Are We Friends?”
14 Club 8 “Jesus, Walk With Me”
15 [Ingenting] “Halleluja!”
16 Sambassadeur “Days”
17 The Legends “Seconds away”
18 Little Big Adventure “Happiest Times”
19 Pallers “Humdrum”
20 Pelle Carlberg “I Love You, You Imbecile”
21 The Mary Onettes “Once I Was Pretty”
22 Amanda Mair “House”

Tags: , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

Die schwedische Band Acid House Kings verschenkt heute wieder einen sommerlich frischen Song – warum auch nicht. Selbst wenn es regnen und alles unter Wasser stehen würde – die neue Single “Under Water” rettet den Tag.

Kindheitserinnerungen auf Super 8 gibt es im dazu gehörigen Videoclip. Die Angergård-Brüder haben alte Aufnahmen bei ihren Eltern Kent und Britt-Marie Angergård rausgekramt. Wie süß!

Free Download der Single “Under Water”:
mp3:Acid House Kings – Under Water

“Under Water” ist Acid House Kings dritte Single vom Album “Music Sounds Better With You”. Erschienen am 22.März 2011 auf Labrador Records.

Tags: , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

Johan Angergård hat viele Projekte - eines davon: Pallers, feiner Elekro-Shoegaze

Alles muss er ausprobieren, wie ein junger Hund  – Johan Angergård, Labelchef von Labrador Records. Als wären seine Twee-Indie-Pop Bands The Legends, Club 8 und Acid House Kings nicht genug, muss er jetzt auch noch mit einer Mischung aus Shoegaze und Elektro aufwarten – Pallers. Man könnte meinen der Mann übernimmt sich mit seinen Bands, wäre dieser Elektro-Dreampop von Pallers nicht so verdammt gut. Gestern erschien eine neue Single “Come Rain, Come Sunshine”. Wie passend – wechseln sich Regen und Sonne doch heute an Mittsommer im Halbstundentakt ab.

Die neue Single stellt die Band als Free Download zur Verfügung:
mp3:Pallers – Come Rain

Wer Lust hat mehr über die Entstehung von Labrador Records und ihren tollen Band zu erfahren, kann gerne mein Twilight Tunes Labrador-Special auf ByteFM nachhören.

Tags: , , , , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

This Year's Model: klassisch und extravagant

Ich vermisse sie – die gemütliche, familiäre Atmosphäre der Hit The North Parties in Hamburg. So viele junge, frische Indiebands haben die HTN-Jungs nach Hamburg geholt und uns im Grünen Jäger, der Astra Stube und neuerdings in der Prinzenbar glückliche Abende beschert. Heute habe ich mich sehr gefreut über eine Email von Niklas und Ylva von der schwedischen Band This Year‘s Model. Sie schrieben, sie hätten mich vermisst bei ihrem letzten Gig in Hamburg in der Astra Stube. Dort stellten sie ihr neues Album „We Walk Like Ghosts“ vor. In der Tat schade, dass ich ihren neuen Songs nicht lauschen konnte, ist doch Hamburg – seit ich in Berlin lebe – nur noch das Zuhause in meinem Herzen.

Seit Jahren schon hat auch This Year‘s Model ihr Zuhause in Hamburg – zumindest was das Label betrifft.  Indie-Urgestein Marsh Marigold nahm den Sänger und Songwriter Niklas Gustafsson 2005 zunächst mit einem Solovertrag unter seine Fittiche. Doch schon während der Aufnahmen zur ersten EP „Greetings From This Year’s Model“ kamen seine Freunde – der Bassist Mattias Svensson, der Drummer Henric Strömberg und die Keyboarderin und Sängerin Ylva Lindberg – hinzu. Ylva traf ich im Winter 2009 und interviewte sie für meine Radiosendung „Twilight Tunes“ – unterwegs war sie zu jener Zeit jedoch mit dem Elektropop-Duo Friday Bridge, dessen andere Hälfte niemand anderes ist als Niklas Gustafsson. Ylva beeindruckt sowohl auf der Bühne als im persönlichlichen Gespräch mit ihrer bescheidenen, natürlichen Art. Zudem ist sie eine klassische Schönheit, die es einem leicht macht, sich in sie zu verlieben. So ist es denn auch um Niklas geschehen, als sich die beiden 2003 begegneten und anfingen gemeinsam zu musizieren.

„We Walk Like Ghosts“ ist das dritte Album von This Year‘s Model. Benannt hat sich die Band nach einem Album von Elvis Costello. Seine Größe will die Band erreichen, auch wenn es schwer ist Singles wie „Alison“ oder „Lip Service“ zu toppen, wie Niklas scherzhaft in einem Interview mit SleepWalKing erzählt. Die Band zieht es sogar in Erwägung einige Costello-Songs live zu performern – warum eigentlich nicht. Noch ist es mit der Größe und dem Ruhm weit hergeholt. Ein Freund, der nach dem Konzert in der Astra Stube auflegte, schrieb mir, dass This Year‘s Model eine fabelhafte Live-Band mit ungeheuer viel Energie sei. Im Vergleich zum neuen Album klang sie beim Hamburger Gig rockiger – wie eine Gitarrenpopversion der Godfathers – kein schlechter Vergleich. Kann sein, dass er recht in der Annahme hat, dass die Band für Indiepopper zu hart, zu wenig Twee sei und in einer anderen Szene nicht richtig wahrgenommen werde. Er meinte sie hätte definitiv mehr Zuschauer als in der dreiviertelgefüllten – ziemlich kleinen – Astra-Stube verdient gehabt.

Bei weitem nicht so öde wie das Cover - This Year's Models drittes Album "We Walk Like Ghosts"

Ein Album für Schnarchnasen ist „We Walk Like Ghosts“ also nicht – was mir imponiert. Von zuviel Twee habe ich eh stets Karies bekommen. Der Opener „No Miracles“ erinnert an einen triumphierenden Marsch – leicht großkotzig – doch animiert zum Weiterhören. Ich muss sagen die jugendliche Frische von This Year‘s Model und auch der Gesang von Niklas Gustafsson entsprechen nicht so wirklich ihrem äußerlich piekfeinem Image. Unter den spießig wirkenden Models scheinen sich echte Rebellen zu verbergen. Sieht Gustafsson selbst wie ein braver, täglicher Nutzer der Stockholmer Staatsbibliothek aus – richtet sich der ungemütliche Gesang in „The Librarian“ an seinen Nebenbuhler – eben einen aufgeblasenen Bibliotheksfutzi. Doch auch dem Protagonisten fehlt es nicht an Weltschmerzlerei besingt er sie doch – „The Lost Days Of  My Life“. Schwelgerischer geht es in „I Swear I Was There“ und in „It Spells…“ zu. Der Titelsong „We Walk Like Ghosts“ öffnet am Ende des Album noch eine andere Tür, könnte der Track auch als Soundtrack eines Tarantino-Films bestehen.

Es war also gut heute von Niklas und Ylva diesen Anstupser bekommen zu haben – hätte ich es doch glatt versäumt ins neue Album reinzuhören. Nur das Konzert kann ich nicht nachholen. Doch ich weiß This Year‘s Model kommen wieder – in ihre Labelheimat Hamburg. Vielleicht macht ihre Musik dann das, was sie eigentlich kann und sollte – den Tanzboden füllen.

Den Opener des neues Albums “We Walk Like Ghosts” verschenkt This Years Model auf ihrer Homepage:
mp3:This Years Model – No Miracles

Tags: , , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·
America

Last Days Of Aprils Hommage an ihr Lieblingsland

„Was treiben die Jungs eigentlich so?“ – habe ich mich gefragt als ich heute das brandneue Video zu Last Days Of Aprils letzter Single „America“ bei It‘s a Trap! gesehen habe. Diese streichelnde Slide-Gitarre und die sanfte Melancholie umgeben von XXXL-Fastfood – sofort war ich gefangen im „I can’t come back to you America, ‘cos it hurts too much to leave(…)“. Ich war noch nie da drüben, aber wenn Amerika nur ein bisschen so ist, wie sich dieser Song anfühlt, packe ich sogleich meine Koffer.

Ich hab sie immer mehr als gemocht, die Stockholmer Last Days Of April – ihren frischen, einfachen, ja so unschuldigen Pop, der äußerlich den blauen Himmel braucht und innerlich den grauen vertreibt. Vielleicht ist es mir deshalb entgangen – ihr aktuelles Studioalbum „Gooey“. Es erschien im Dezember letzten Jahres. Für Last Days Of Aprils quälend heitere Melancholie im Surf-Rock Gewand ein ungewöhnlicher Zeitpunkt – doch vielleicht genau richtig für alle, die Weihnachten am liebsten an kalifornischen Stränden verbringen wollen. Doch ungewöhnlich waren Last Days Of April von jeher. Sie pfeifen auf Trends und unbedingte Andersartigkeit – wie sympathisch.

Nicht nur der Song „America“ ist eine Hommage an das Lieblingsland der Band. Countryelemente, wie Slide-Gitarre und Banjo ziehen sich wie ein roter Faden durch „Gooey“. Auch gibt es Gastgesang von Evan Dando (Lemonheads) im Song „All The Same“ und Tegan Quin (Tegan And Sara) in „If (Don’t ever blame yourself)“. Wer die Stimmung von Last Days Of April mag und das Gequake von Karl Larsson aushält, braucht keine Angst vor „Gooey“ haben.  Die Strukturen sind altbacken und bekannt, doch hält es wach und hebt die Laune. Kann das schlecht sein an einem Tag wie heute?

Das neue Video zu Last Days Of Aprils Single “America”

Songs, die die Laune heben:
mp3:Last Days Of April – Hanging High (Might As Well Live, 2007)
mp3:Last Days Of April – Aspirins And Alcohol (Angel Youth, 2000)
mp3:Last Days Of April – All The Same (feat. Evan Dando) (Gooey, 2010)

Tags: , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

Labradors Herrchen

18 Feb 2011
Would You Say Stop?

So sieht es aus - das Cover zur neuen Single

Vor sechs Jahren gab es zuletzt ein Lebenszeichen der schwedischen Süßholzraspler Acid House Kings. Nun melden sich die Labrador Labelchefs Johan und Niklas Angergård, inklusive der reizenden Sängerin Julia Lannerheim, mit schon der zweiten Single zum kommenden Album zurück. Die Angergårds hatten sich wohl in den letzten Jahren mehr auf die Labelgeschäfte konzentriert und man hing mit der eigenen Arbeit ein wenig hinterher. Umso mehr kann sich jetzt ihre neue Single “Would You Say Stop?” hören lassen. Gestern gab die Band das neue Stück als Free Download auf ihrer Homepage frei. Physisch erscheint die Single am 1.März. Auch das neue Album der honigsüßen Twee-Popper lässt nicht lange auf sich warten. Freut euch auf “Music Sounds Better With You” – und wenn ihr eine der 1000 Kopien, der am 22.März erscheinenden Scheibe bekommt, könnt ihr euch direkt angesprochen fühlen. So, und nun Pfote auf’s Herz und dem neuen Liedchen lauschen.

mp3:Acid House Kings – Would you say stop?

“Music Sounds Better With You” bei Labrador Records vorbestellen

Tags: , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·
Über Mittsommernnachtsspitzen

Melancholische und sehnsuchtsvolle Indiepop-Klänge aus Mittsommer- und anderen Landen stehen im Fokus dieses Blogs. Sandra Duvander schreibt für Euch.