Slowdive live in Singapur, Juli 2014 (Foto: Maria Clare Khoo)

In genau einem Monat habe ich Geburtstag. Dann bin ich schon in New York City, genieße meinen Tag und freue mich auf den nächsten. Dann kann ich endlich nicht mehr meinen Lieblingsspruch anbringen: „Bei den wichtigsten Ereignissen in meinem Leben, war ich nie dabei!“ Nein, dann werde ich sie endlich sehen, meine Band feiern. Slowdive. Vor fast 20 Jahren haben sie sich aufgelöst, nachdem ihr Album „Pygmalion“ scheiterte. Mein Album, das ganz oben, unantastbar, auf einem himmlischen Sockel steht. Die “Just For A Day” habe ich das erste Mal gehört, als ich den ersten schlimmen Liebeskummer in meinem Leben hatte. Ich würde heute behaupten, dass diese Platte damals mein Leben gerettet hat. Sicher auch das vieler anderer. Ihr da draußen, ihr wisst, was ich meine. Neu verliebt habe ich mich dann in Neils Stimme. “Alison”, der erste Song der “Souvlaki”. Niemals sang ein Mann schöner! Meine kindliche Vorfreude auf diesen Tag ist unbeschreiblich. Ein langersehnter Traum, den ich nach Slowdives Auflösung niemals zu träumen gewagt hätte, wird wahr. Vergleichbar ist sie fast nur mit meiner gespannten Erwartung auf Weihnachten 1987. Da habe ich mein erstes Paar schneeweißer Schlittschuhe geschenkt bekommen. Wunderbar war dieser Advent.

Die wunderbare Rachel Goswell mit Tamburin / Primavera Sound, Barcelona 2014

Ich habe mich ein wenig geärgert, dass ich Slowdive nicht, wie einige Freunde von mir, auf dem Primavera Sound Festival in Barcelona sehen konnte. Laut Erzählungen war es ganz fantastisch, was dieser Konzertmittschnitt von ARTE auch beweißt. Neil Halstead singt den alten Slowdive-Song „When The Sun Hits“ so erdig, als würde er ein Stück von seinen Soloalben spielen. Rachel Goswell sieht noch schöner aus als zu alten Slowdive-Tagen. Was habe ich euch vermisst. Ein paar Tränen kullern mir über die Wangen, wenn ich die süße Rachel, dort lächelnd auf der Bühne eine Coverversion von Syd Barretts “Golden Hair” singen sehe, während die Jungs dazu diesen flirrenden Teppich aus Gitarrensounds weben. Meine Begleitung wird mir beim Konzert nach jedem Song ein Papiertaschentuch reichen müssen, denn ich werde tausend kleine Tode sterben. “Catch me if I fall…” Danach werde ich aussehen, wie Alice Cooper. Aber egal. Slowdive, from now on I‘m counting down the days! Bis bald im Terminal 5! Shoegazergirl wird ihr schönstes Kleid anziehen, einen Old Fashioned trinken und euch zuprosten!

Auch diesen ganz wundervollen Konzertmitschnitt müsst ihr euch anhören und ansehen:

SLOWDIVE – FESTIVAL LA ROUTE DU ROCK 2014

Neils Effektboard bringt mich noch immer zum Staunen

Schauen: Auf dem Reeperbahn Festival habe ich ein Mädel kennen gelernt, dass dieses Video von “Machine Gun” auf dem Primavera aufgenommen hat. Ganz gut für mit Mobile.

Lauschen:

Slowdive – Some Velvet Morning

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Slowdive – Blue Skied An’ Clear

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

Manchmal müssen wir sie beleuchten - unsere dunkle, schöne Seite / Moto Boy 2014

Ich muss gestehen, dass ich von jeher einen ausgeprägten Hang zum Androgynen hatte. Es ist beunruhigend und verführerisch, fremdartig und einnehmend. Doch Moto Boy ist mehr als das: Er selbst wirkt wie ein scheues, doch schillerndes Fabelwesen aus Hopeland mit engelsgleicher Chorknabenstimme, die uns mit ungeahnten Klängen und Melodien  verzaubert, und dem Gesicht einer Venus. Moto Boy lädt uns auf seinem neuen Album “Keep Your Darkness Secret” ein, in sein dunkles Geheimnis, doch gibt er es nicht vollständig Preis. Wir müssen tief graben in seiner Dreampop-Welt aus Dramatik und Verletzlichkeit. Tief eintauchen in sein dunkles, schäumendes Meer aus Sphären und lockenden Sirenen.

In den letzten drei Jahren kehrte Moto Boy, alias Oskar Humlebo, seiner Heimat Schweden den Rücken zu. Die Städte Malmö, Göteborg und Stockholm hatte er vorerst satt und er zog ins, für die Schweden so hippe, Berlin. Dort mietete ein Zimmer, richtete ein Studio ein und suchte Inspiration. Erste Songs für das neue Album nahm er dort auf. Nur ergab es sich so, dass Humlebo im Sommer 2012 auf Tour war mit The Cardigans und eines Abends in Jakarta im Hotelzimmer saß, während besagtes Zimmer in Berlin, wegen des Nachbarn über ihm, der in der Badewanne eingeschlafen war und vergaß den Wasserhahn zu zu drehen, komplett überflutet wurde und sein sämtliches Hab und Gut sowie alle bisherigen Aufnahmen, wie vom Tsunami vernichtet wurden. Alle Stücke mussten neu aufgearbeitet werden und wurden, nun, noch besser.

“Keep Your Darkness Secret” ist Moto Boys drittes Studioalbum und meiner Meinung nach auch sein bestes. Seine Songs klingen noch mutiger und außerirdischer. Dunkler. Nicht vielleicht auch deshalb, weil diese im Berliner Birthmark Studio aufgenommen wurden – im beeindruckenden, alten DDR-Funkhaus, einem gigantischen, architektonischen Hingucker, mit einer interessanten Geschichte. Produziert hat Moto Boy die Stücke zusammen mit dem österreichischen Produzenten Niko Stössl, der auch an Dave Gahans (Depeche Mode) Soloalbum als Gitarrist mitwirkte. Seine Idee war es auch in den Songs mehr und mehr von der klassischen Bassgitarre weg zu gehen, überflüssige Gitarrenspuren raus zu nehmen, um diese durch 70-er Jahre Yamaha Piano-Sounds zu ersetzen.

Der Opener des Albums, “Midnight Rain”, beginnt mit einem dramatischen, präpariert klingenden Klavier, das so bedrohend klingt, wie ich es bisher nur von Cranes’ “Forever” kannte. Die anfängliche Beklemmung durch das Klavier, löst sich jedoch in einem Refrain voller schmerzverzerrtem Sexappeal und einer gleichsam unendlichen Liebesgeschichte auf: “…nothing’s gonna change my love for you…you’re everything I wanted you to be, I wanted you to be, I wanted you to be…”

Der Albumtitel und das Titelstück “Keep Your Darkness Secret” ist an Depeche Mode angelehnt, doch soll er nicht so verzweifelt und jammerig wirken. Oskar meint: „Alle Menschen haben eine dunkle Seite. Doch nicht jeder kann sich den Luxus leisten, diese zu zeigen, wie eventuell Popstars, von denen man das sogar erwartet. Ein Lehrer zum Beispiel muss diese Seite geheim halten“. Unsere strahlenden Profilbilder und Fotos auf Facebook und Instagram stehen dafür, wie sehr auch wir unsere dunkle Seite geheim halten. Wer postet schon Fotos, weinend, wütend, neidisch – in tiefer Verzweiflung, Trauer oder gar Hass. Ist es nicht auch so, dass wir uns dadurch angreifbar und verletzbar machen würden. Dieser perlige, himmlisch klingende Titelsong hält uns auf jeden Fall davon ab, unsere Geheimnisse leichtfertig preis zu geben.

Moto Boy klingt auf diesem Album so verbindlich wie nie, schafft eine unglaubliche Intimität. Eines der schönsten Stücke ist vielleicht „This Is Love“. Mehr als nur eine Ballade. „…this is all we can get, no memorse, no regret, this is love. breathe it out, breathe it in, it takes an end to begin, this is love…“ Ganz automatisch sieht man sich eng umschlungen, mit dem Menschen seines Herzens, wippend in einem romantischen Tanz, sich tief in Augen und Seele blickend. „A Dance Like We Used To“ schließt magisch an diesen Song an und erhält die sinnliche, prickelnde, ja erotische Zweisamkeit.

Schauen: die aktuelle, zweite Single “Too Young To Know”

Trotzdem fehlt das obligatorische, romantisch unschuldige Stück zum Popowackeln auf der Tanzfläche nicht. Zu dem sich die jungen Mädchen drehen können bis ihnen schwindelig wird, während sie von diesem schönen, gefühlvollen Moto Boy träumen: “Too Young To Know”. Dieser Song greift die aktuelle Welle des elektronischen Tanzpops in Schweden, mit dem auch die Band Kent Album für Album und Single für Single sicher fährt, aber auch den Dreampop Ende der Achtziger, wie wir ihn von Cocteau Twins kennen, voll auf. Grandioses Stück und aktuelle Single.

“Nothing Shatters Like A Heart” überrollt uns nahezu mit einer dramatischen Orgel und herrlichen weiblichen Chorgesängen, die an- und abschwellen, wie pazifische Wellen. Sie übermannen uns, machen uns wehrlos. Wir versinken. “It hits me like the dark…baby when you fall apart, fall into my arms…nothing shatters like a heart…” Völlig aufgelöst und willenlos überrascht Moto Boy uns am Ende des Albums noch mit einem opulenten Meisterstück: “It Was Always You” Sirrende Streicher, treibende Trommelwirbel, ekstatische Chöre, ein wahrer musikalischer Orgasmus, der sich mit einem sanften Gitarrenakkord verabschiedet und uns völlig fertig einfach liegen lässt. Danke und Tschüss. Ich habe bekommen was ich wollte. Zum Glück kann ich nochmal auf Repeat drücken.

Geheimnisvoll - Cover des Albums "Keep Your Darkness Secret"

Fazit: Dieses Album ist wirklich außerordentlich liebevoll arrangiert. Streicher, Glöckchen, Sphären, beeindruckende Satzgesänge. Alles an den richtigen Stellen, ohne in die Pathosfalle zu tappen. Die reduzierten Gitarren, im Vergleich zu den Vorgängern “Moto Boy” und “Lost In The Call”, stehen Oskar Humlebo außerordentlich gut. “Keep Your Darkness Secret” beweist, dass es noch wahre musikalische Popkunst gibt. Seine dunkle Stimmung erinnert mich an Songs von This Mortal Coil, Cocteau Twins, Cranes und auch Slowdive. Was auch immer in Moto Boy gfahren ist, he was touched by the hand of god. Es freut mich sehr, dass ich am 8. Mai in Stockholm sein werde und Moto Boy ein Konzert im Södra Teatern gibt. In kleines Highlight im Kurzurlaub. Dann wird er sicher nur da stehen mit seiner Gitarre, wie ein Junge. Seinen Lippenstift raus holen und fragen: “Läppstift eller läppstift?”

Moto Boys drittes Studioalbum “Keep Your Darkness Secret” erschien am 26. März auf dem schwedischen Label Songs I Wish I Had Written.

Schauen: Moto Boy mit der ersten Single “Someday” vom aktuellen Album. Am Schlagzeug seht ihr Bengt von The Cardigans/ Brothers Of End

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

Kitchens Of Distinction vor ca. 20 Jahren, v.l. Patrick Fitzgerald, Dan Goodman und Julian Swales

Mein Herz hüpft heute vor Glück. Soeben hat Patrick Fitzgerald (Stephen Hero) über facebook bekannt gegeben, dass das neue Kitchens of Distinction Album am 30. September über das Label 3 loop music erscheint. Ich konnte es die ganze Zeit kaum glauben, dass es wirklich – nach fast 20 Jahren Pause – eine neue Scheibe meiner Lieblings-ShoeGAYzer geben soll. Doch K.O.D. springen auf den Zug des Dreampop-Revivals mit auf und die Gewissheit darüber breitet sich nun wohlig in mir aus. Es gibt einen kleinen Clip von 30 Sekunden in denen K.O.D. einen ihrer neuen Songs präsentieren: “Extravagance”. Ihr könnt diesen auf 3 loop musics facebook Profil anhören, und was man hört, klingt angenehm vertraut. Der Song “Extravagance” handelt vom Leben und Tod von Marchesa Luisa Casati, eine Art italienische Modeikone aus den Goldenen Zwanzigern. Fotos von ihr und ihrer Ruhestätte sollen, laut Fitzgerald, auch das Artwork der neuen Platte bestimmen. Ich bin sooooo gespannt.

Anbei ein paar alte, unwiderstehliche, himmlische Tracks:

Schauen: “When in Heaven” vom Album “The Death Of Cool”

“The 3rd Time We Opened The Capsule” vom Debutalbum “Love is Hell”, 1989

Tags: , , , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

gemacht für die Ewigkeit: Slowdives "Just For A Day"

Da ist es wieder: dieses kaum Aushalten können vor Schönheit. Das Engegefühl in der Brust, der Kloß im Hals, der die Luft zum Atmen so sehr abschnürt. Tränen suchen sich ihren Weg aus den Augen, fließen über Wangen, Mund, tropfen ins Dekolleté. Wie quälend schön sind diese Synthesizerteppiche, diese lieblich traurigen Gesänge. Dieses heiße Anschwellen der Gitarrensounds in “Catch The Breeze”: ”…hey are you feeling something new?…”

Einige Jahre ist es her, dass ich Slowdives Debutalbum “Just For A Day” das letzte Mal hörte. Heute stelle ich mit süßem Schmerz in der Brust fest, dass es nichts von seiner betörenden Wirkungskraft verloren hat. Der Schmerz wird nunmehr gefüttert von Erinnerungen. Erinnerungen, die mitunter 20 Jahre alt sind. Für wie viele Menschen war dieses Album ein Rettungsanker auf der stürmischen See der Gefühle, ein Licht in so manch dunkler Nacht? Eine tröstende, wenn auch schwere Decke? Wie Blei lag die Magie dieses Werkes oft auf unserer Seele. Doch spiegelte es nur unsere Melancholie – war und ist zuhause.

All das begann mit einem Trick. Slowdive tourte im Sommer 1991 mit den Songs ihrer 3 EPs. Neil Halstead – Sänger, Gitarrist und Songwriter der Shoegaze-Band aus Reading – erzählte Alan McGee von Creation Records Slowdive hätte genug Songs für ein Debutalbum. In Wirklichkeit war dies nicht der Fall. Die Band hatte nicht einen einzigen neuen Song, durfte jedoch auf Kosten von Creation ins Studio. Der ganze Prozess des Songwritings verlagerte sich auf mehrere Wochen Tonstudio inklusive harten Cannabiskonsums.

Das im Rausch von 6 Wochen produzierte Debut der Dreampopper wurde am 2.September 1991, vor genau 20 Jahren, veröffentlicht und rutschte tatsächlich in die Top10 der UK Indie Charts. Geliebt wurde das schwermütige Werk von den Kritikern trotzdem nicht. Es wurde als Gegenschlag zum aktuellen Shoegazetrend verrissen und als ideenlos und düster hingestellt. Ein Schicksal, welches sich alle Alben von Slowdive teilen mussten. Zu unrecht. „Just For A Day“ kann nur als gute Kinderstube ihres folgenden Werkes „Souvlaki“ gelten und findet in „Pygmalion“ seine Vollkommenheit.

Slowdive 1991 - das Girl ist Bassistin & Sängerin Rachel Goswell. Der Typ ganz rechts Frontmann Neil Halstead

Keinem Liebhaber des Dreampop bleibt der Zugang zu “Just For A Day” verwehrt. Wir glühen mit der schweren Hitze des Openers “Spanish Air”.“Celias Dream” ist der schönste Traum, den wir träumen können. “Waves” und “Brighter” lassen uns im blendenden Glitzern der Wellen auf das weite Meer hinaustreiben. Wir verirren uns – so gewollt. Werden immer kleiner, verlieren uns – so gewollt.

Hypnotisierend umkreist Rachel Goswells zarte Stimme, den knabenhaft reinen Gesang von Neil Halstead im letzten Song “Primal”. Wie unschuldig wird er zerdrückt, von einer Macht, die er nicht besiegen kann. “…I can’t believe, it scares me, can’t believe…” Niemals zuvor haben zwei Stimmen so gänzlich harmoniert, wie diese beiden, sowohl bei Slowdive als auch bei der aktuellen Band Mojave3. Als wären sie ein Liebespaar, dass nicht zueinander finden kann, voller Sehnsucht und Herzeleid.

Die Musik von Slowdive, so auch ihr Debut “Just For A Day” ist für Melancholiker gemacht. Kaum anders lassen sich diese von Schmalz triefenden, wehleidigen Songs ertragen. Leiden muss man lieben, weil Liebe Leid niemals ausschließt. Weil die Liebe nicht unendlich ist, wir uns im Moment des größten Glücks ihrer Vergänglichkeit bewusst sind. “Love, just for a day…”

Heute nach 20 Jahren kann ich mich nur für all die Momente, die ich mit dieser Platte und auch mit dieser Band verbinde, bedanken. “Just For A Day”, ein Album für die Ewigkeit gemacht. Nicht immer zu hören, doch all die Jahre immer wieder einmal.

Lauschen:

Slowdive – Primal

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Slowdive – Celia’s Dream

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Tags: , , , , , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·
I Break Horses

Maria Lindén - die Pferdeflüsterin von I Break Horses

Maria Lindén kann das Pferdestehlen nicht lassen. Doch erst muss das Vertrauen der Rösser gewonnen werden. Nach Blackstraps Album “Steal My Horses And Run” (2008) wird es daher Zeit mit Songs ihres neuen Projektes I Break Horses aufzuwarten. I Break Horses: ist das eine Anspielung auf die alte Band? Viel zu erfahren gibt es über das mysteriöse Duo aus Stockholm nicht. Mit “Hearts” erscheint bei uns am 28.Oktober über COOP/Universal das Debutalbum von Maria Lindén und Partner Fredrik Balck. In UK wird das Album am Montag veröffentlicht. Die beiden Videos “Hearts” und “Winter Beats” zeigen neben Bildern der Weite und Schönheit Skandinaviens auch herrliche Shoegaze-Klanglandschaften á la The Jesus And Mary Chain und My Bloody Valentine. Lindén verzaubert dabei mit einem märchenhaftem Sopran. Einen ersten Remix von “Heats” gibt es vom Tom Rowlands von den Chemical Brothers.

Schauen:

Lauschen:

I Break Horses – Winter Beats

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

I Break Horses – Hearts (Tom Rowlands RAR Mix)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Tags: , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

So wie Porzellan - das Cover des aktuellen Albums von Fotos

Ich wußte, dass ich die Hamburger Band Fotos nicht schlecht finde, wenn immer ich sie in den vergangenen Jahren mal irgendwo gehört habe. Dass sie einen wahrhaften Gefühlssturm in mir auslösen, habe ich erst in den letzten Tagen erfahren. Erst vor kurzem kaufte ich ihre aktuelle Scheibe “Porzellan”. Ich würde glatt sagen, dass es mein Album des Jahres ist, doch das “zerbrechliche” Stück erschien schon im Herbst 2010. Wenn es nur 20 Jahre älter und in England produziert worden wäre, könnte man meinen Alan McGee von Creation Records hätte seine Finger im Spiel gehabt. Die Lücke zum internationalen Indiepop-Trend erkannt, sind die Jungs von Fotos auf den Zug des Shoegaze-Revival aufgesprungen und sind dabei absolut überzeugend.

Als ich das Albumcover gesehen habe, musste ich an Tocotronics geniales “weißes Album” denken – muss ich gestehen. Eine Fragilität mit klaren Strukturen. Ich erwartete ein helles Rauschen, welches beim ersten Hören auch tätsächlich durch meine Gehörgänge in die Seele drang. Ausgerechnet mit den Aufnahmen von Olaf Opal, dem Produzenten von Juli, Slut und The Notwists wunderbaren Album “Neon Golden” verabschieden sich Fotos vom Deutschrock der Vorgängeralben. Das neue Soundgewand steht ihnen gut.

“Porzellan” startet mit einem durchsichtigen Intro. Eine Welt in feine, leicht zerreißbare Spitze gehüllt. Zart und klar, bis die kreischenden Gitarren und tobenden Drums von “Alles Schreit” die Transparenz zerfetzen. “Kein Glitter und kein Glanz scheint mir erstrebenswert, ist nur Flitter ist nur Ramsch, der ständig an mir zerrt. Der schrille Shoegaze-Sound scheint wie immer optimal die Vergangenheit von sich wegzusprengen. Der Band wird es nicht leid in aktuellen Interviews zu thematisieren wie EMI sie in eine bestimmte Image-Schublade drängen wollte. Der Titelsong “Porzellan” wirkt dagegen recht sperrig. Den mehr klagend rufenden Gesang von Thomas Hessler (Tom nicht “Icke”) muss man hier mögen. Mich erinnert er zu sehr an Kim Frank von Echt. Der Refrain fegt alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist. Es wird Platz geschaffen. Platz für die “Nacht”.

Dort will man verweilen, nie dass sie zuende geht. “Bring mir die Nacht, bring mir ihr Fieber, bring mir heimlich ihre elegante Pracht, ihre rätselhafte Fracht. Katzenhafte Gitarren säuseln wie kühler Wind durch Weite und Stille der Nacht. Todessehnsucht finde ich darin. Verloren im All der Fragen, warten auf den Wagen, der die Nacht bringt und ertragen Hesslers Stimme klingt sensibel, fleht um Erlösung und ist dabei nicht allein. Die zweite Stimme von Valeska Steiner lockt mehr und mehr in die geheimnisvolle Dunkelheit.

Fotos vor der Taj Mahal - Deniz Erarslan, Tom Hessler, Benedikt Schnermann, Friedrich Weiß (v.l.)

Wundervolle Chöre und zweite Stimmen von Valeska finden wir auch in “On The Run”, “Wasted” und im letzten Song “Wellen”. “On The Run” klingt wie eine abenteuerliche Flucht. Am Ende steht man jedoch da und bemerkt, dass man sich wie in einem Albtraum nicht von der Stelle bewegt hat. Keine Chance dem eigenen Kerker zu entkommen. Um eine vergangene Liebe dreht es sich in “Wasted”. Eine perlige Gitarre füllt den Raum zwischen den Gesängen: Da ist ein Sieb in unserem Kopf, durch das Erinnerung troft, die an dich und die an mich

Bedrohlich wird die Stimmung in “Feuer”. In den tiefen stampfenden Bässen hören wir die Glut pulsieren und die Flammen aufkeimen. Ein vernichtendes Lodern, langsam und qualvoll: Mein Feuer frisst dein Feuer, mein Feuer frisst dich”. Der darauffolgende “Ritt” ist wie ein Trip. Eine gezupfte Gitarre, ein Gesang, so zerbrechlich wie die Illusionen eines Rausches. Wie eine Rückwärtsfahrt durch das eigene Leben. Wir bleiben nicht stehen bis wir die Welt von vorne sehen”

Das man keine Angst vor der “Angst” haben muss, erfahren wir in diesem großartigen Popsong. Was hier an Genialität und Einfachheit aufeinander trifft, lässt mein Herz mit den coolen Drums vom Snareman Benedikt Schnermann vor unsäglicher Freude hüpfen. Sag “Hallo!” zu deiner Angst, schau ihr direkt ins Gesicht. Große Britpop- und Shoegazeikonen können hier Angst um ihren Thron bekommen, so majestätisch kommt das Stück daher. Das letzte Highlight von “Porzellan” ist “Raben”. Wieder einmal lassen Fotos die Vergangenheit zurück, retten sich wie Ratten an Land. Episch und triumphierend marschieren sie in ihre eigene Welt – selbstbestimmt und neu definiert.

Fazit: “Porzellan” von Fotos trifft den Indie-Zeitgeist wie kein anderes deutschsprachiges Album. Lyrisch und musikalisch führen sie die Tradition der Hamburger Schule-Bands fort, haben sich dabei aber doch neu erfunden. Hier fahren Engel Achterbahn und ich fahr mit. Das Album erschien am 10.September 2010 auf Snowhite/Universal.

Schauen: Video zur aktuellen Single “Nacht”

Lauschen: Fotos – Angst

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Tags: , , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

Einladend, das Cover von The Horrors "Skying"

Nachdem ich The Horrors eingängige Single “Still Life” vor ein paar Wochen erstmalig bei MotorFM gehört hatte, konnte ich es gar nicht abwarten endlich ihr neues, drittes Album “Skying” in den Händen zu halten. Trotz Krankschreibung bin ich am Freitag erst mal in den Saturn geschwankt um meine Kopie zu holen. Die hatten die Scheibe jedoch noch nicht geliefert bekommen, oder die “freundlichen” Mitarbeiter waren zu faul zum auspacken. Im Mediamarkt stand das gute Stück dann schon im Regal und hat auf mich und seine Hörer gewartet.

Das Cover von “Skying” bietet uns einen exzellenten Blick auf Himmel und Meer und erinnert mit seinen psychedelischen Regenbogenfarben an alte Shoegazealben von Ride oder The Telescopes. Es lädt zum Träumen ein. Auch machen die Fotos der fünf Jungs aus Southend einen natürlicheren Eindruck als auf früheren Werken, wo sie sich im typischen, horrorhaften Style von “The”-Bands präsentierten – Hauptsache Skinny Jeans und gut toupierte Haare.

Der Opener “Changing The Rain” bestätigt zum Glück den optischen Eindruck des Booklets -  Rückwärtsgitarrenwände à la My Bloody Valentine,  groovige Drums mit viel Raum und ein vertäumter, wenn auch nicht sonderlich charismatischer Gesang von Frontmann Faris Badwan katapultieren uns ein Stück weit nach oben. Dann ist er da, der erste gelungene Moment des Albums: “You Said” – Synthesizerteppiche, viel PlingPling und Bläsersätze. Alles dreht sich im Kopp – aber so schön.

Doch die Jungs können auch stampfenden Britpop wie ihre großen Vorväter aus den Neunzigern, wie sie gleich in ihrem dritten Stück “I Can See Trough You” unter Beweis stellen. Das klingt nicht unbedingt wie ein Abklatsch von Pulp – nur wenn man es unbedingt möchte. Dafür drängt sich einem im vorletzten Stücks “Monica Gems” der Vergleich zu Suede mehr als auf. Brett Anderson wird sich geschmeichelt fühlen – ich als Suede-Fan weniger.

The Horrors gemütlich - darf man sich dazu legen?

Eine potentielle zweite Single stellt “Endless Blue” dar. Wirklich wundervoller, eigenwilliger Dreampop, der mich im Himmel von The Horrors ankommen lässt, vor allem wenn diese rockige Gitarre nach zwei Minuten untrafeinem Intro loslegt – genial. “Dive In” ist ein Stück in das man wirklich gerne eintaucht. Sein Rhythmus ist fast ekstatisch und die einzelnen Elemente des Songs bauen sich nach und nach zu einer riesigen flukturierenden Säule auf, in der man mittendrin ist, wie im Auge eines Hurricans.

“Dive In” und das darauffolgende Stück “Still Life” bilden für mich den Höhepunkt des Albums von The Horrors. Eine bessere Single als “Still Life”, in der sie ihre gesamte musikalische Reife und den Mut zu großem, erwachsenen Rock zeigen, hätten sie nicht wählen können. Beim ersten Hören dachte ich es sei ein mir nicht bekannter Klassiker von Tears For Fears – so erhaben klingt das Stück. Dieser Track hat Zeit und macht süchtig – “…the moment that you want is coming if you give it time…”

Immer wieder, jedoch nicht überraschend, tauchen Elemente aus dem Postpunk auf. The Horrors feiern das Post-Punk Revival nahezu und die Feier gelingt Ihnen gut. Die Einladung auf diese himmlische Party kann man gar nicht ausschlagen. Wild geht es zu, sind die Jungs in den Mittzwanzigern doch einfach zu jung sich auszuruhen. Zum Balladen schreiben bleibt ihnen noch genug Zeit, so legen sie gen Ende von “Skying” einen Zahn zu – “Moving Further Away”.

“Oceans Burning” - das klingt fett, soll es sicher auch. Dieses fast achtminütige Epos ist das Finale von “Skying” und beginnt als besinnlicher Song, der sich im Sythesizer-Gesäusel verliert und uns scheinbar den Wind aus den Segeln nimmt. Doch The Horrors lassen uns nicht einfach in einer Flaute auf dem himmlischen Ozean zurück. Nein, wenn dann soll der Hörer auch ordentlich an Höhe verlieren. Wer bisher nicht wusste, wie freier Fall klingt, sollte sich die letzten zwei Minuten einfach ausgestreckt auf den Boden legen und fühlen. “…on a lonely ship we are waking like an ocean which is sighing oh…”

Fazit: The Horrors “Skying” ist Ohrenglitzern pur und bringt uns an einen Ort fernab der Realität. Alles passt wirklich gut zusammen. Nur der Bandname ist irgendwie nicht mehr so ganz treffend. Ich hoffe die Jungs werden das bald bemerken. Das Album erschien am 8.Juli auf XL Recordings.

THE HORRORS – Still Life (2011) from cosset galeria on Vimeo.

Lauschen: The Horrors – Still Life

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Tags: , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

The Tamborines spielen heute auf der MS Claudia

Heute Abend wird wieder geschunkelt auf einer Bootstour, die ich Euch wirklich ans Herz legen kann. Ab 19.30 Uhr legt am Hamburger Hafen, an der Landungsbrücke 10, die MS Claudia ab und lässt sich von herrlichsten Shoegaze- und Dreampopklängen beschallen. Die britische Band The Tamborines wird mit an Bord sein, dort unter anderem ihr aktuelles Album “Camera & Tremor” spielen. Getanzt werden darf auch im Takt der Wogen der Elbe und zu den Songs, die vom Feedback Fever DJ-Team Benny und Jens aufgelegt werden.

Ab Mitternacht geht die Veranstaltung im Golem, in der Großen Elbstrasse 14 weiter. Ex-Ride Mark Gardener wird dort wieder seine Solosachen präsentieren und auch Platten auflegen. Also ein Abend für Neugierige und Nostalgiker.

Hören:
mp3:The Tamborines – What Took You So Long

Tags: , , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·
Chapel Club

Die Shoegaze Band Chapel Club probt im Schatten der St.Luke's Church in London

Paul Baskervilles “Nachtclub” hat mir schon etliche schöne musikalische Momente beschert. Heute Nacht war es wieder einmal so weit, so lauschte ich andächtig Chapel Clubs “The Shore”. Sinnlich dringen das Rauschen der Wellen und das sanfte Schreien der Möwen in mein Ohr, schalten den Körper einen Gang runter – machen ihn bereit für einen Snareschlag, den man in jeder Zelle des Körpers spürt und eine Slidegitarre so voller Erotik, dass wir empfangend jeden Kanal öffen – für diesen Gesang.

Lewis Bowmans Stimme erinnert mich stark an Ian McCulloch von Echo And The Bunnymen, den ich von je her verehrt habe. Eine Stimme, so voll und weich, melancholisch und doch voller Kraft und Dynamik. So sitze ich mit geschlossenen Augen im Garten, lausche zum – keine Ahnung wievieltem Mal – diesem Song,  spüre den leichten Windhauch und die wärmende Sonne auf meinem Gesicht und sehe inmitten von rauschenden Gitarrenwänden, im wirklich grandiosen Finale dieses Songs, die Wellen auf mich zuschäumen - “Golden-shadowed one, you are your own god”.

Ende Januar erschien Chapel Clubs Debutalbum “Palace”, welches beim ersten Durchhören schon wie eine mittelstarke Droge wirkt, also muss ich mir so schnell wie möglich die Platte besorgen und erst recht am Dienstag ins Hamburger Logo gehen. Zwar muss ich halb drei raus zum Frühdienst, aber egal – die Droge wirkt und die Dosis muss dringend erhöht werden.

Dem Rauschen lauschen:
mp3:Chapel Club – The Shore

Tags: , , , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·

Herzschlag

Wenn man, wie ich mit Liegegips „Das Fenster zum Hof“ spielt, und gegenüber immer nur den gleichen langweiligen Typen aus dem Fenster rauchen sieht – bietet es sich derweilen an ein paar Horrorfilme aus dem Regal zu fischen. Um die Besonderheit des heutigen Tages zu unterstreichen, nehme man „My Bloody Valentine“ aus dem Jahre 1981 an – Splatter pur. Dort werden wenigstens echte Herzen verschickt und ein bisschen Kannibalismus gibt es auch – man kann sich also zum Fressen gern haben. Okay, die Story um die verschütteten Bergleute ist etwas platt, führt sie doch aber zu einer der besten und prägendsten Shoegaze-Bands aller Zeiten.

Die Urmitglieder von My Bloody Valentine – Gitarrist und Sänger Kevin Shields und der Drummer Colm Ó Ciosóig – kannten sich schon aus frühester Dubliner Kindheit. Die Beiden spielten schon zu Schulzeiten in verschiedenen Bands miteinander. Nach der Schule wurden da wohl heimllich Splatter-Movies geschaut, die anscheinend derart reinhauten, dass sie hilfreich bei der Suche nach einem geeigneten Bandnamen waren.

Ungewöhnlich, wie der Bandname, war auch My Bloody Valentines Musik. Fette Gitarrenwände, der Einsatz von Rückkopplungen und sphärische Gesänge im Hintergrund, machten ihren Sound unverwechselbar und waren richtungsweisend für die Entwicklung der britischen Musikszene Ende Achtziger/ Anfang Neunziger. Klaus Lage beschrieb ihre Musik als „Engel fahren Achterbahn“ – anders ist es nicht.

Ihre wichtigen EPs und Alben produzierten My Bloody Valentine auf Alan McGees Label Creation. Die Produktion ihres verführerisch pulsierenden Albums „Loveless“ führte das Indielabel 1991 in finanzielle Schwierigkeiten – das ist wahre Leidenschaft. Die Band musste jedoch zwangswechseln zu Island Records. Auch dort gab es Ärger. My Bloody Valentine hatte 500.000 Pfund für unverwertbare Studioaufnahmen ausgegeben und wurde daraufhin rausgeschmissen. Das war das Beziehungsaus.

Das Fenster zum Hof

Wer hat die bessere Aussicht?

„Loveless“ – eigentlich das schönere, erotischere Geschenk zum Valentinstag. Klänge, die das Blut ins Wallen und den Körper zum Beben bringen. Ein Album zum Träumen. Schmeißt die Pralinen und Blumen in die Tonne und legt dieses Album auf. Auch ich lausche gerade – diesem Highlight des Tages. Derweil schaue ich aus dem Fenster. Vielleicht kommt Grace Kelly ja noch vorbei und zaubert mir ein perfektes Dinner. Vegetarisch bitte.

Musik für das perfekte Valentinsdinner von My Bloody Valentines Album “Loveless”  & Lambs “Between Darkness And Wonder”:
My Bloody Valentine – Blown A Wish
My Bloody Valentine – Only Shallow
Lamb – Hearts And Flowers

Besser als der Slasher-Movie:

Tags: , , , , ,

· · · ◊ ◊ ◊ · · ·
Über Mittsommernnachtsspitzen

Melancholische und sehnsuchtsvolle Indiepop-Klänge aus Mittsommer- und anderen Landen stehen im Fokus dieses Blogs. Sandra Duvander schreibt für Euch.